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BERICHTE       

14. Juli 2010
Karriereende

Als dreimalige Olympiasiegerin und 16-fache Weltmeisterin beende ich meine sportliche Karriere.

Nach der schweren Operation am rechten Knie im März 2010 begab ich mich schnellstmöglich in Rehabilitation um meinen Traum einer WM-Teilnahme 2011 in Inzell zu erfüllen. In den letzten Tagen und Wochen hat sich aber gezeigt, dass eine verantwortungsvolle Behandlung und Rehabilitation keine weiteren Höchstbelastungen des Kniegelenks mehr zulässt.

Anni Friesinger-Postma:
„Wer mich kennt, weiß, dass ich alles dafür gegeben habe, um bei der WM in Inzell noch einmal am Start stehen zu können. Ich muss jetzt aber anerkennen, dass es mein Kniegelenk nicht zulässt, weiter Hochleistungssport zu betreiben. Natürlich ist dieser Schritt nicht einfach, aber ich freue mich jetzt auch auf die Aufgaben, die vor mir liegen und werde diese mit vollem Elan angehen“. Ich danke meiner Familie, meinen Vertrauten und Freunden, meinem Coach Gianni, meinen Therapeuten und Ärzten, dem OSP Bayern und all meinen Partnern die mich viele Jahre unterstützt und begleitet haben. Wir konnten so viele Erfolge feiern und ich bin glücklich auf diese spannende und wunderschöne Zeit mit Euch zurückblicken zu dürfen."


Auch mein langjähriger Vertrauensarzt Dr. Volker Smasal unterstützt mich in meiner Entscheidung:
„Es war klar, dass auf Anni Friesinger-Postma eine sehr lange Rehabilitationszeit zukommen würde. Wir sind nach der Operation die Nachbehandlung und Rehabilitation immer so angegangen, dass Anni sich ihren Traum von einer Teilnahme bei der Heim - WM in Inzell möglicherweise erfüllen kann. Wir wussten aber auch, dass dieser Weg äußerst schwierig würde und nur bei optimalem Verlauf und besten Umfeldbedingungen bewältigt werden könnte. Ich habe als Arzt aber auch die Verantwortung, dass meine Patientin Anni Friesinger-Postma nach dem Leistungssport noch ein funktionstüchtiges Gelenk und in den kommenden Jahren Spaß am Leben hat. Nach intensiven Gesprächen, die Anni mit mir, mit ihrer Familie und ihrem engstem Vertrautenkreis geführt hat, hat sie sich zu diesem Schritt entschieden. Ich freue mich im Interesse ihrer Gesundheit und Familie über ihre Entscheidung, die leistungssportliche Karriere zu beenden. Ich wünsche Anni für ihre private und berufliche Zukunft nur das Beste“.

Ich werde in Vermarktungsfragen weiterhin von der Vitesse Kärcher GmbH betreut.

Alles Liebe Eure Anni



1. Juni 2010

Jubiläum und neue Partner für 2018

Es ist einiges geschehen und die kurze Verschnaufpause zwischen den Rehaphasen war gut ausgefüllt. Mit meinem Sponsor MEDIMA feierten wir ein großes Jubiläum, komplettiert mit runden Geburtstagen der Geschäftsführung. Ein sehr schöner Abend, der wieder einmal zeigt, wie gut ein Betriebsklima sein kann. Es wurde aber nicht nur gefeiert, sondern es wurde auf der kreativen Seite viel getan und ich freue mich, bald mehr über spannende Entwicklungen mit MEDIMA berichten zu dürfen.

Bei zukünftigen Projekten tut sich ebenfalls einiges. Münchens Olympiabewerbung 2018 konnte die Baywa AG als neuen Förderer gewinnen! Wieder ein starker Partner, der mit uns kämpft, die Olympischen Winterspiele 2018 nach München zu holen. Nicht nur finanziell, sondern auch mit Know-How und das wurde natürlich in der Baywa AG Zentrale stolz präsentiert.

Bald geht es auch wieder in den Medical Park für die abschließende Rehaphase oder wie ich es nenne: mein 2. Trainingslager. Meine Therapeuten freuen sich schon auf den frischen Wind, viel Spaß und anstrengende Einheiten.

Alles Liebe, Eure Anni.



27. April 2010
Medical Park Chiemsee

Der Start für meine Reha bzw. mein Aufbaucamp ist gemacht und unter der Woche bin ich im Medical Park Chiemsee. Alles ist vertraut, ich habe super Bedingungen, nettes Personal und spitzen Therapeuten. Der Tagesablauf ist streng und vollgepackt, also ganz nach meinem Geschmack und abends falle ich müde ins Bett.

Die ersten Fortschritte sind zu sehen und ich muss oft in meinem Tempo gebremst werden. Geduld ist eben nicht meine Stärke! Aber jeden Tag komm ich ein Stückchen weiter. Schade ist leider, dass es sich mit Krücken nicht so einfach reisen lässt und ich auch von ärztlicher Seite leider alle Empfänge und Ehrungen absagen musste - dann doch lieber ohne meine Krücken.


Eure Anni


6. April 2010
Urlaub mal anders!

Skifahren, Strandurlaub oder mit dem Rucksack neue Länder und Kulturen bereisen. Es gibt viele Möglichkeiten sich nach der Saison eine Auszeit zu gönnen und vom Sportalltag abzuschalten. Ich habe mich für einen anderen Weg entschieden. Gleich nach dem Weltcupfinale in Heerenveen habe ich mich an meinem Knie operieren lassen. Die Operation war ein voller Erfolg und ich bin erleichtert über diesen Eingriff. Ich fühle mich sehr gut und mein Gelenk heilt außerordentlich gut. Viele Sportler, vor allem im Skibereich oder Fußballspieler gehen in ihrem Sport und in einer wichtigen Saison an ihre Grenzen oder haben einfach Pech. That's life und gehört zum Sportalltag dazu.
 
Vielen Dank schon jetzt an Dr. Linke und Dr. Smasal für den gelungenen Eingriff. In der ersten Zeit musste ich mich sehr zurückhalten und hatte viel Zeit für Bücher und Ablenkung. Nun bin ich schon ziemlich flott unterwegs, habe täglich Physiotherapie und es gibt immer was zu tun (Gartenarbeit mit Wolfi, hihi) bevor es für mich in die Reha geht.

Vielen Dank für Eure Mails, SMS, Karten, Genesungswünsche und Blumen.

Eure Anni


2. Februar 2010
Olympische Winterspiele Vancouver

Die Vorbereitung ist abgeschlossen und nun gilt es ein paar Tage in Salzburg zu entspannen, bevor es am 8. Februar 2010 zu meinen 4. Olympischen Spielen nach Vancouver geht. Die Vorfreude ist groß und ich habe alles gegeben, sehr hart trainiert und ich hoffe, dass mein Knie den kommenden Belastungen standhält. Eine Medallie wäre ein toller Erfolg und eine Entschädigung für die schweren zurückliegenden Monate.

Aufgrund der IOC Richtlinien dürfen wir Athleten kein Tagebuch führen und somit bin ich erst ab März wieder mit Berichten auf meiner Page zur Stelle.

Also, drückt mir die Daumen,
Eure Anni


18. Januar 2010
Countdown für Vancouver
Wieder zu Hause in Salzburg angekommen ist die Landschaft noch verschneit und kalt: aber ich liebe es!!!! Bis zu unserem letzten Olympiacamp in Erfurt werde ich mein Training auf dem Inzeller Eis absolvieren. Die letzten
Einheiten auf "meiner" geliebten Freiluftbahn ... .ein irgendwie komisches Gefühl.
Mein Kurztrip zu meinem Mann Ids war perfekt: Energie tanken, meinen Geburtstag feiern und schnelle Runden mit Gianni auf dem THIALF Eis drehen.
In Erding durfte ich jetzt meine und ohhhhhja, Gianni's Olympiaeinkleidung empfangen. Autogramme schreiben, Einkaufswagen schieben, Anprobieren und viele Taschen füllen. Das hat viel Spaß gemacht und wir werden sicherlich
wieder die Eyecatcher sein. Aber auch ein spannender Moment und für mich eigentlich der inoffizielle Auftakt zu den olympischen Spielen.

More to come,

Eure Anni ( + Jana )


11. Januar 2010
Die Sonne scheint wieder

Zwei Wochen hartes Trainingslager in Klobenstein auf der Freiluftbahn und zuvor eine Woche Eisabstinenz haben sich ausgezahlt. Im abschließenden Rennen über die 1.500 m konnte ich eine sehr gute Zeit in 1:58,83 erzielen, zumal die Bedingungen mit Wind und Schneefall nicht günstig waren. Juppie!

Nach dem schwierigen Saisoneinstieg mit vielen Rückschlägen ist dies Balsam für die Seele und eine Stärkung des Selbstvertrauens. Ein strenger Therapieweg wurde mit Dr. Smasal eingeschlagen, zum einen um die Entzündung im Kniegelenk auszuheilen, aber auch um ein volles Trainingspensum zu absolvieren. Ein Balanceakt eben auf dem Weg nach Vancouver. Nun ein paar Tage in Salzburg ausspannen und ein Kurztrip zu meinem Mann, dann geht es schon zur Olympiaeinkleidung.

Danke an mein Team und vor allem Gianni für die Trainingsarbeit, Dr. Smasal für die ärztliche Betreuung und meinen Physios Manfred und Thomas für die therapeutische Begleitung (und meterweise Tapeverbrauch).


Eure Anni


19. Dezember 2009
Ein AUF und AB
Die heutige Olympianominierung mit weiteren 43 Athleten für die Spiele in Vancouver stimmt mich tröstlich. Meine letzten beiden Weltcups in Nordamerika waren durchwachsen. Ich kann mich kaum erinnern, in so kurzer Zeit soviel Pech gehabt zu haben. Von der Schweinegrippe geschwächt bin ich auch verspätet nach Calgary angereist und habe einen ausgezeichneten 1500m Lauf bestritten, der mir wieder Hoffnung gibt. Nur mehr sieben Zehntel vom Sieg entfernt. Aber mein schwaches Knie hat wieder reagiert und ich musste auf die 1000m verzichten. Welch eine Enttäuschung, aber Aufgeben steht nicht zur Debatte. Mit viel Physiotherapie und unter orthopädischer Aufsicht ( Danke an Dr. Schuh und Dr. Smasal ) konnte ich in SLC zumindest die 1000m bestreiten, aber die Bewegungsfreiheit ist noch immens eingeschränkt, so dass ich mich weder ausbelasten kann und noch meine wirklich gute Kondition oder Technik umsetzen kann...... Schade, aber ich habe noch zwei Monate Zeit, bis es wirklich Ernst wird und diese Zeit muss ich mir ganz bewusst nehmen. Die Überreizung des Knies ausheilen und den verletzten Knöchel des linken Fußes wieder stärken. Genug zu tun!!!!!!!!

Vielen Dank für die lieben Zusprüche und das Aufbauen der vergangenen Monate. Ihr habt mir sehr geholfen und nun allen schöne Weihnachtsfeiertage,

Alles Liebe, Eure ANNI



3. Dezember 2009
Medima bekleidet Anni Friesinger-Postma in der Olympischen Saison

Rechtzeitig zu ihrem Weltcupstart in Calgary (4. bis 6. Dezember) präsentiert sich Anni Friesinger-Postma in funktionaler Wärmewäsche von Medima. Der traditionsreiche Textilhersteller aus Albstadt zeigt sich auf dem Rennanzug von Anni Friesinger-Postma und nutzt die zweifache Olympiasiegerin im Rahmen der Unternehmenskommunikation.

Medima verwendet ausschließlich qualitativ hochwertige Materialien für alle Produkte und fertigt diese zu 100 Prozent in Deutschland. „Wir sind sehr stolz, als fast einziges deutsches Textilunternehmen nur in Deutschland zu produzieren”, betont Geschäftsführerin Dr. Ulrike Katz. „So können wir unseren Kunden die sehr hohe Qualität garantieren.” Anni Friesinger-Postma ist absolut überzeugt von der funktionalen Wärmewäsche. „Für meine Olympiavorbereitung ist die Medima-Wäsche ideal” äußert sich die Eisschnellläuferin begeistert.  

Medima unterstützt Anni Friesinger-Postma als Sponsor in der Olympischen Saison 2009/10 und zeigt sich dabei mit Logo auf ihrem Rennanzug. Außerdem nutzt das Albstädter Textilunternehmen die zweifache Olympiasiegerin in der Unternehmenskommunikation für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.

Bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver feiert Anni Friesinger-Postma ihre 4. Olympiateilnahme und möchte ihre Karriere dort mit einem Medaillengewinn krönen.



26. November 2009
Schade!

Gerade lief es richtig gut und ich bin mit Gianni extra einige Tage früher zum Weltcup nach Hamar angereist, um eine perfekte Vorbereitung zu gestalten. Mein Bruder Jan lag schon ein paar Tage flach und bei mir begann es mit leichten Muskelschmerzen und trockenen Husten (eigentlich eine normale Reaktion nach einem harten Wettkampfwochenende). Es folgten zwei Nächte mit hohem Fieber und Bettlägrigkeit anstelle des geplanten Weltcupstartes über 1.500 m.

Ein Schnelltest hat unsere Vermutung dann bestätigt, dass es sich bei Jan und mir um die Schweinegrippe handelte. Somit konnte ich auch nicht mit der Mannschaft nach Calgary reisen, sondern komme mit Gianni ein paar Tage später nach.

Somit wünscht mir mehr Glück,

Eure Anni



30. Oktober 2009
Heiter bis wolkig

Oder besser gesagt: mein Weltcupauftakt war sehr durchwachsen, aber mit steigender Tendenz. Mein Knie läßt eine freie und dynamische Bewegung noch nicht zu und auch der Knöchel erschwert mir das Laufen. Somit kann ich nicht
vollends mein Potential abrufen und vor allem meine Technik leidet darunter.
Ein kleiner Trost ist, daß ich die Olympianormen erfüllt habe und mich auch von Wettkampf zu Wettkampf steigere. Geduld ist eben wieder angesagt ( wie in der Vorsaison ) bis ich wieder in der Spitze angelangt bin.
Überschattet hat den WC Heerenveen Mariannes schwerer Sturz. Ein schockender und tragischer Moment und das Saison-Aus für meine liebe Freundin. Wir beide wollten uns noch einmal bei den Olympischen Spielen in Vancouver spannende Rennen und Zweikämpfe liefern und diese Spiele auch bewusst miteinander erleben.

Deshalb haben wir beide auch einen Bildband mit dem bekannten Fotografen Thomas Kettner produziert, der uns auf diesen Weg begleiten sollte.


30. Oktober 2009

Eisschnellläuferin des Jahres, aber leider keine Deutschen Meisterschaften.
Ein lachendes und ein weinendes Auge bleibt mir dieses Wochenende. Ich habe mein Knie durch das harte Training der vergangenen Wochen überbelastet und nach einem medizinischen Check bei meinem Orthopäden Dr. Smasal war kein grünes Licht für die Deutschen Meisterschaften in den Einzelstrecken gegeben. Schade, denn ich fühle mich konditionell sehr gut, aber ich will den Saisonstart nicht gefährden und konzentriere mich nun auf das kommende Wochenende mit dem Weltcup-Auftakt in Berlin. Ein schönes Trostpflaster ist der Gewinn des Titels zur Eisschnellläuferin des Jahres, welcher doch überraschend kam.

Somit bleibt mir nun: Schnell wieder fit werden und meine Trainingsgruppe, vom Dextro-Energy-Team, zu tollen Zeiten und Weltcup-Tickets anfeuern.

Servus aus Berlin, Eure Anni




23. Oktober 2009
Stars gegen Aids
Es ist erschreckend, dass heute so wenig über die Gefahr von Aids gesprochen wird, dass ein so ernstes Thema in den Hintergrund gerückt ist. Ich will die Leute aufwecken.

Infos zum Welt-Aidstag am 01.12.2009 gibts unter: http://www.welt-aids-tag.de/



19. Oktober 2009
Zufriedener Saisonstart

Los geht's in die olympische Saison mit einer anständigen 1.500 m Zeit von 1.59,88. Ein gleichmäßiger Rundenverlauf, mit dem ich sehr zufrieden sein kann, denn mein Innenbandabriss behindert mich zusätzlich noch in der Startphase. Somit gilt es wie schon im Vorjahr viele Einheiten zusätzlich auf dem Rennrad zu absolvieren, was in der kühlen Jahreszeit aber auch Folgen haben kann: eine fiebrige Erkältung, die meinen Saisoneinstieg um eine Woche verschob.

Wie gesagt bin ich nun auf dem Weg der Besserung und nur noch zusätzlich motiviert durch die Geburt meines kleinen Neffen OLA. Mein Bruder Jan und seine Freundin Silje sind am 4. Oktober 2009 Eltern eines gesunden und wunderschönen Jungens geworden. Meine ganze Familie ist überglücklich und ich besinne mich dadurch auch auf die wirklich wichtigen und wertvollen Dinge des Lebens.

Alles Liebe, Eure Anni


29. September 2009
Zuhause gelandet

Die Abschnitte der Erholungsphasen werden merklich kürzer, hohe Intensitäten auf dem Eis und nochmals viel Umfang gilt es in dieser Phase der Vorbereitung zu absolvieren. Meine Beine schmerzen noch vom letzten Camp in Berlin und somit genieße ich umso mehr meine entspannten Tage in Salzburg. Ich fühle mich konditionell stark und liege gut im Plan, so dass ich in der freien Zeit meiner neuen Leidenschaft, der Fliegerei nachgehen kann. Wie treffend, dass ich in Berlin sogar das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden konnte ;-)
Wir haben uns aber auch als gute Fans gezeigt und Fabian Hambüchen beim Gewinn der Champions Trophy in Berlin lautstark angefeuert! Er hat gezeigt wie es geht, und das wollen wir ihm gerne nachmachen ;-)

Alles Liebe , Eure Anni

9. September 2009

Wind und mehr


Die Vorbereitung ist für alle Athleten sehr individuell und wir haben uns dieses Jahr für einen mehrwöchigen Inline- und Konditionsblock in Sneek entschieden. Also keine Berge erklimmen (was mir ja eigentlich viel lieber ist), sondern die Nase in den Wind halten und auf Inlinern und dem Rennrad viele Kilometer zurücklegen. Denn auch das macht stark und härtet ab. Selbst Regen kann uns nichts mehr anhaben, denn die Inlinebahn in Sneek hat einen speziellen Belag, der auch bei Nässe bestens befahrbar ist, was vor allem den Trainer freut.

Meist war das Wetter aber sehr gut und vor allem an unseren freien Tag, den wir auf Einladung von Dirk de Boer mit Segeln auf dem Ijsselmeer verbrachten. Selber Hand anlegen und segeln war angesagt auf diesem historischen Fischerboot „ Blazer-Aak WK1” und zum Glück ging niemand unfreiwillig über Bord.

Gianni ist überaus zufrieden mit diesem wichtigen Camp und somit haben wir einen weiteren Schritt in Richtung Olympische Spiele Vancouver gemacht, weiter so.

So long, nun noch ein paar Tage in den Bergen verbringen bis es nach Berlin aufs Eis geht.

Servus, Eure Anni


7. August 2009
Berlin, Berlin

Eine sehr gute und eine wirklich olympiawürdige Vorbereitung konnten wir in unserem Sommereiscamp in Berlin umsetzen. Ein schönes Zwischenfazit, oder. Nicht nur große Umfänge und schnelle Runden standen auf dem Programm, sondern auch neue Kufen wurden gestestet und nach Feintuning für sehr gut befunden. Und nach einigen Jahren mit Problemen hat Mizuno nun einen sehr guten, ja beinahe genialen Rennanzug angefertigt: das gibt mir ein sehr gutes Gefühl und viel Selbstvertrauen. Und wenn ich mir und meinem Knie wieder mal zu viel zumute, so helfen ein paar Tage Zwangspause und viel Physiotherapie von Tim mir wieder auf den rechten Pfad.

Aber bei all der Seriosität braucht der Athlet auch ein wenig Entspannung und die finden wir immer wieder in unserer Hostaria in Kreuzberg … ein echter Insidertipp.

Diese Woche kann ich aber ein wenig in Salzburg ausspannen, meinem neuen Hobby nachgehen und mich ablenken, bevor Ids und mein großer Tag ansteht. Wir werden in Salzburg heiraten! Jedoch werden wir aber nicht als Eheleute auf seinem Hof leben, wie fälschlicherweise berichtet, sondern ich werde nach wie vor in Salzburg verbleiben solange ich meinen Sport mache und vor allem in dieser Olympiavorbereitung. Wenn alle Umbauarbeiten und Renovierungen bei Ids abgeschlossen sind, was aber noch sehr lange dauern kann, dann sehen wir weiter, was unsere Zukunft uns bringt und wo wir uns wohl fühlen.

Alles Liebe, Eure Anni

8. Juli 2009
Eiscamp Thialf

Das wahre Element ist für mich das Eis und nach ein paar Tagen "Trockentraining" mit Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 30 °C auf dem Sportkomplex "Schuttersveld" in Sneek war es auch endlich so weit. Die ersten Runden und schnelle Kurven liefen perfekt und ließen mich mein Problemknie beinahe vergessen. Wie von den Ärzten vorausgesagt, ist die Verletzung nach einem Jahr nun endlich ausgeheilt und ich kann auch schon Sprints und Laufeinheiten auf dem Land absolvieren. Dennoch bleibt das Eislaufen für mich das Schönste, zumal ich auch mit Ids meine Runden in Thialf ziehen kann. Er verblüfft nicht nur mich, sondern auch alle anderen mit seiner Technik und Kondition! Schade, dass er nicht mehr aktiv ist, denn mit soviel Potential und Talent könnte er auch jetzt noch gute Zeiten laufen. Aber so hat er mehr Zeit mich zu unterstützen oder auf andere Gedanken zu bringen.

Und beinahe hätte ich es vergessen: ich freue mich schon riesig auf mein Engagement in Münchens Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018. Mein erster Einsatz war auch schon die Pressekonferenz anlässlich der Bekanntmachung der Unterstützung seitens BMWs. Ein spannender und wichtiger Tag, wenn ein solch renommiertes und weltbekanntes Unternehmen seine Unterstützung zusagt!

Also more to come und nun noch ein wenig meine Salzburger Berge genießen, bevor es nach Berlin auf das Sommereise geht.

Servus Eure Anni.

19. Juni 2009
Höhencamp Kühtai


Wie schon im vorigen Jahr waren wir wieder gerngesehene Gäste im 2.020 m hoch gelegenen Kühtai und wurden von unseren Wirten familiär empfangen. Wir residierten wieder im Alpinresort und fühlten uns in den geräumigen Appartments wie die Könige. Aber die folgenden zwei Wochen waren auch voller hartem Ausdauertraining, wobei fast 800 km auf dem Rad abgestrampelt wurden oder wir auf der Inlinebahn fleissig unsere Runden zogen. Auch das Wetter war dieses Jahr perfekt und wir mussten nur einmal eine Einheit zugunsten einer spannenden Bergtour verschieben, wo Bart seine Qualitäten im Rodeln medienwirksam zur Schau stellte.

Video auf Youtube: Crash Speed Skater On Train Camp Kühtai / Kuehtai

Ich fühle mich sehr wohl, meine Platzwunde am Schienbein (Souvenir aus Cecina) ist gut verheilt und auch mein Knie wird immer stabiler. Das gibt mir sehr viel Zuversicht für diese olympische Saison und motiviert mich für das nächste Eiscamp.

Ein großes DANKESCHÖN unseren Wirten für die sehr gute und leckere Bewirtung: Buggi vom Dorfstadl, Bruno von der Zirmbachalm und Hans von der schönen Aussicht.

Merci und Servus,
Eure Anni

6. Mai 2009
Auftakt in Lanzarote


Die Taschen sind gepackt und im Auto verstaut, Räder zerlegt und auch Jana ist startklar in ihrem Hunde-Reisegeschirr. Das zweite Camp mit dem ganzen Team in der Toskana steht an und zwei Wochen viel Kondition auf den Inlinern, dem Rennrad und auch mit Sprüngen zu machen, ist unser aller Ziel.

Mein Auftakt war aber schon Ende April auf Lanzarote im Club La Santa. Der Anfang ist immer schwer und anstrengend, die Berge scheinen steiler, der Wind bläst stärker als normal und der Muskelkater ist auch beachtlich. Eben eine Gewöhnungssache. Begleitet haben mich meine niederländischen Jungs Bart, Daan und Arjen und natürlich unser unmissbarer Physio Tim vom Medical Park Felden (mit unserem ROOMSTER!). Es gilt nach wie vor mein Knie zu beobachten und mich langsam an die normalen Trainingsformen heranzuführen, wie Sprünge oder Läufe. Darum ist die Physiotherapie und die Genesung so wichtig und mein Erfolg steht oder fällt mit dem Zustand meines Knies.

Nun aber schnell ins Auto und ab in die sonnige Toskana.

Liebe Grüße, Eure Anni (+ Jana)


27. März 2009
Happy End in Vancouver

Da ist mir doch noch ein glänzender Abschluss gelungen nach einer etwas kuriosen Einzelstrecken-Weltmeisterschaft. Über die 1.000 m nur vier Hundertstel am Gold vorbeigeschlittert. Nach der Disqualifikation von Kristina Groves den Sieg über die 1.500 m erlaufen - also ein Wechselbad der Gefühle!

Ich bin aber überglücklich und sehe es immer noch als Geschenk, wieder in der Weltspitze laufen zu dürfen. 7 Monate zuvor war meine Welt eine andere und mein sportlicher Traum durch die schwere Knieverletzung beinahe zerstört. Es liegt eine harte Zeit hinter mir mit viel Arbeit, Unsicherheit, Geduldsproben und Fleiß, die mich viel gelehrt hat. Ich genieße den Normalzustand, die Gesundheit und habe vielen Menschen zu danken, die mich bei meinem Comeback unterstützten: Doktor Smasal und Doktor Linke, alle meine Physiotherapeuten, meine Familie und mein Partner Ids, meine Freunde, meine Sponsoren, die zu mir gehalten haben, der OSP Bayern und der Medical Park Felden, dem DOSB, der die Wogen geglättet hat und natürlich meinem Coach Gianni, der genauso gelitten hat und ebenfalls eine spannende lehrreiche Zeit verlebte: Allen ein ganz großes DANKESCHÖN!

Nun aber relaxen und Energie tanken,

Servus, Eure Anni

PS: Bin zwar kein großer Fan von Statistiken, aber nun die erfolgreichste Athletin bei Einzelstreckenweltmeisterschaften zu sein, hört sich ziemlich cool an.

12. März 2009
Good Bye Salt Lake City, Hello Vancouver


Das WC Finale in Salt Lake City war ein voller Erfolg: über die 1000m konnte ich mir in einer schnellen Zeit als einzige Frau mit 1.13 den Sieg sichern und auch mein Bruder Jan hat zur guten Stimmung beigetragen. Er konnte den Skateoff für den 1500m WM Startplatz deutlich für sich gewinnen und hat dabei fast eine persönliche Bestzeit erlaufen!!!!! Somit stimmt bei uns
beiden die Form und wir hoffen hier in Vancouver eine spannende und erfolgreiche Einzelstrecken WM zu absolvieren. Die Olympiastadt ist noch nicht von dem bevorstehenden Großereignis gezeichnet , aber unglaublich
schön und spannend. Das erste Mal unsere olympische Sportstätte zu betreten war ein besonderes Gefühl, denn die Eishalle in Richmond ist nicht nur sehr schön gelegen und von beeindruckender Architektur, sondern vor allem die
gute Eisqualität und die Räumlichkeiten lassen viel erwarten. Also geben wir Gas......

Liebe Grüße aus Vancouver, Anni


24. Februar 2009
Meisterschaftsrekord und 18. Titel bei der Sprint DM

Mit einem sehr guten Gefühl darf ich nun in die abschließenden Wettkämpfe in Nordamerika gehen. Der Vier-Strecken Sieg und neuer Meisterschaftsrekord bei der Sprint DM in Berlin geben mir viel Auftrieb und Zuversicht. Das Starten ist noch immer ein wenig unkoordiniert, läuft aber von Mal zu Mal besser, wobei ein großer Strauchler im zweiten 500m Rennen meine Titelambitionen beinahe zunichte gemacht haben. Wichtig ist, dass mein verletztes Knie sich stabil hält und die kleine Auszeit bis zu unserem Abflug nach Salt Lake City auch meinem ganzen Körper gut tut. Nun nochmals ein wenig Energie tanken, die letzten Stunden mit meiner Familie und meinem Hund Jana in der verschneiten Altstadt genießen, bevor ich zum letzen Wettkampf aufbreche.

Drückt mir die Daumen, Eure Anni



17. Februar 2009
Weltcup Heerenveen

In Thialf endlich wieder laufen zu dürfen ist etwas ganz besonderes für uns Eisschnellläufer. Und so auch für mich. Viele Freunde, Bekannte und Sponsoren waren zu diesem Weltcup nach Heerenveen gekommen um mich anzufeuern und mein Bruder Jan war nach seiner Krankheit wieder in der A-Gruppe zurück und sicherte sich mit einem soliden Lauf über die 1.500 m sein Ticket für Vancouver. :-) Motivation auch für mich! Zwar fielen mir die letzten Meter sehr schwer, aber es hat noch zum Sieg gereicht und gibt mir nun eine super Ausgangsposition für das Weltcup-Finale in Salt Lake City. Das Knie hält sich gut und nun nur nicht mehr krank werden!

DOEI Anni



4. Februar 2009
Weltcup Erfurt und Kolomna


Absolut zurück und überglücklich, so lautet mein Fazit auf die letzten Wochen zurückblickend. Der Sprint-Weltcup in Kolomna lief auch schon sehr gut mit einem Wimpernschlagfinale und einer sehr schnellen 1.15er 1.000 m Zeit. Jedoch war vor allem der Start noch sehr unkoordiniert und unsicher. Das Vertrauen in mein Knie musste noch wachsen und die Routine sich einstellen.

In Erfurt ging es zum ersten Mal über die 1.500 m an den Start und ich musste, wie so oft in dieser Saison als Späteinsteigerin gleich im ersten Paar ran. Mit Gleichmass und einer sehr guten Technik ist mir eine fantastische Zeit gelungen, die nun die nächsten 18 Läuferinnen überstehen musste. Das waren sicher eine der längsten 30 Minuten meines Lebens ;-) und wurden mit dem Sieg belohnt! Welch eine Freude und Erleichterung, denn auch mein Knie hat den Belastungen gut Stand gehalten. Somit konnte ich über die 1.000 m volles Risiko gehen und auch am Start meine Contenance ablegen. Von den 3.000 Zuschauern angefeuert lief ich erneut fast einen Bahnrekord und meinen 57. Weltcupsieg entgegen. Ein Traum, nach dieser langen Zeit des Wartens und des mühevollen Zurückarbeitens.

Link Video Sportschau ARD: http://sport.ard.de/sp/wintersport/news200902/01/eisschnelllauf.jsp

Nun darf ich mein Knie wieder ein paar Tage schonen und therapieren, bevor ein Trainingsblock ansteht und wir uns auf dem Weg nach Vancouver in Heerenveen wiedersehen.

Eure Anni

20. Januar 2009
Sprint WM Moskau

Wieder einmal hat sich Russland als erfolgreiches Land für mich bewiesen. Mein Wiedereinstieg in der internationalen Weltelite bei den Sprintweltmeisterschaften in Moskau war perfekt und ich durfte nach der langen Zeit des Wartens und der Unsicherheit gleich zweimal überglücklich auf das Podium steigen und mir einen Bahnrekord sichern. Die Starts waren sicher wacklig und alles andere als souverän, jedoch hat mein Knie gehalten und nur wenig reagiert. Ein befreiendes Gefühl … für welches man nur schwer die richtigen Worte finden kann.

Natürlich wurde gefeiert, aber mit Contenance, denn schon dieses Wochenende geht es in Kolomna weiter. Diesmal aber nur über meine Spezialdisziplin, den 1.000 m in dieser neuen und superschnellen Halle. Mal sehen, welche Zeiten möglich sind, aber ich bin überglücklich einfach wieder dabei zu sein!

Vielen Dank für´s Daumen drücken! Eure Anni


11. Januar 2009
Das Jahr 2009!


Was wird es sportlich bringen? Definitiv wird es eine spannende und mühsame Entwicklung werden, wo ich sicherlich noch nicht an die Erfolge der Vorjahre nahtlos anknüpfen kann.

Aber meine Form ist aufsteigend, wie die letzten Wettkämpfe in Klobenstein mit 1.17 und in Inzell mit 1.19 bei minus 15 °C mit ansprechenden Zeiten zeigen. Was sie jedoch wirklich wert sind, kann man nicht genau abschätzen. Der Vergleich mit der Weltspitze fehlt einfach. Dennoch hält mein verletztes Knie endlich, jedoch muss ich an der Feinkoordination und vor allem an der Kraft noch sehr viel arbeiten. Was wiederum zur Geduld führt, einem eher schwachen Element in meinem Charakter. Das Warten und seine Ziele verschieben müssen ist nicht einfach und ich finde es sehr schade, dass die Sprint WM in Moskau für mich sicher noch zu früh kommt.

Aber ich bin endlich wieder bei großen Wettbewerben und habe dies vielen Menschen zu verdanken: Vielen Dank für Eure Unterstützung und dass Ihr mich nicht aufgegeben habt, Dr. Smasal, Dr. Linke und Dr. Zeilberger für die OP und ärztliche Betreuung, meinem Partner Ids und meiner Familie, den Freunden und lieben Bekannten, die nicht sauer sind, wenn ich nur schwer erreichbar bin und mit meinem Zeitmanagement gefeuert werden müsste, meinen Partnern, die immer auf mich setzen, auch wenn ich durch meine Knieverletzung schwere Monate hinter mir habe und nun mit mir auf dem Weg nach Vancouver noch mehr Gas geben wollen und auch dem DOSB und dem OSP Bayern mit allen Betreuern und Physiotherapeuten, die hinter mir stehen und mich unterstützen.

Danke und auch Euch ein
SUPER JAHR 2009

Eure Anni


24. Dezember 2008
Erfolgreiches Comeback

Die Allround-Deutschen-Meisterschaften und der Qualifikationswettkampf in Berlin waren für mich wie ein kleines vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Die Zeiten waren ansprechend, jedoch muss ich vor allem im Startbereich noch sehr viel aufzuholen. Das verletzte Knie reagierte kaum und nun habe ich wieder ein Stückchen Vertrauen zurück gewonnen. Wo ich nun leistungsmäßig stehe, kann ich leider nicht sagen, dafür fehlt der Quervergleich. Sehr schade, denn die Absageflut vieler Läuferinnern enttäuschte nicht nur das Publikum und die Presse, sondern auch den Verband und die verbliebenen Athletinnen, die diesen Wettkampf ernst nehmen. Man sollte die Wertigkeit nicht herabsetzten und über eine Startpflicht nachdenken, ähnlich dem niederländischen System. Athleten mit sehr guten Vorleistungen bekommen einen geschützten Status und müssen nur mehr einen Leistungsnachweis bringen.

Nun stehen ein paar entspannte Tage mit der ganzen Familie in Salzburg an und ich freue mich auf ein besinnliches Weihnachtsfest und ein wenig Ruhe, bis es am 28. Dezember nach Klobenstein ins Weltmeisterschafts-Vorbereitungscamp geht.

Vielen Dank für alle Unterstützung, das gute Zureden, die Betreuung und meine Familie und meine Partner.

Frohe Weihnachten, Eure Anni


17. Dezember 2008
Vorsichtiger Wiedereinstieg

Nach einer sehr langen Pause, viel Ungeduld und einigen Rückschlägen durfte ich nun endlich mein erstes Testrennen absolvieren. Die Wahl fiel auf die 1500 m, weil diese für mein Knie noch die geringste Belastung darstellt. Mit der Endzeit von 1.59,12 darf ich sehr zufrieden sein, zumal ich noch sehr kontrolliert lief und am Start alles andere als
schnellkräftig war.

Nun heißt es keine Fehler machen, weiterhin auf meine Schwachstelle hören und wieder in die Wettkampfroutine zurückfinden. Mal sehen, ob ich mich bei der Sprint-Qualifikation in Berlin nochmals steigern kann.

Liebe Grüße, Eure Anni

PS: Hier nicht zu vergessen coole Pics vom Skiopening in Kühtai und auch ein kleines Video dazu -> viel Spaß!

5. Dezember 2008
Klimacamp Lanzarote

Nur noch einmal aufs Rad steigen, die Sonne und den Blick auf das Meer
geniessen und dann geht's zurück in den Winter. Sicherlich ein großer
Klimaunterschied, doch ich freue mich wieder auf meine geliebte
Umgebung, dem Eis zu stehen. Konditionell fühle ich mich auch gut, nur
mein verletztes Knie muss Starts zulassen. Aber ich bin zuversichtlich
und freue mich auf meinen Wiedereinstieg in die Wettkämpfe.

Die vergangenen zwei Wochen im Club La Santa verliefen sehr gut und ich
konnte mich auf dem Rennrad richtig ausbelasten, ohne dass mein Knie
Schaden nimmt. In den Mittagsstunden versuchen wir ein wenig
Sonnenbräune einzufangen und nachmittags zur zweiten Einheit im flow der
anderen Leistungssportler (Leichtathleten, ...) mitzugleiten :-) Und
wenn ein Training mal zu schwer war, so bringt Tim Arnold, unser
Physiotherapeut vom Medical Park Chiemsee, wieder alles ins Lot. Ich
liebe diese Camps zwischen den Weltcupblöcken und in den vergangenen
Jahren waren diese immer mit Erfolg belohnt worden. Hoffentlich auch
dieses Jahr!

Nur noch schnell die letzten Sonnenstrahlen einfangen, dann geht's nach
Hause (aber mit einem coolen Zwischenstop in Kühtai zum Skiopening!)

HOLA, eure Anni


14. November 2008
Heerenveen

Wieder ein Wochenende in meinem geliebten THIALF, jedoch noch leider ohne Start. Ich fühle mich konditionell sehr gut, trainiere hart und nur mein Knie benötigt noch eine Erholungsphase. Ich kann es kaum erwarten endlich wieder einen Wettkampf zu bestreiten, aber die Devise lautet: GEDULD haben und die verbleibende Zeit sinnvoll nützen.

Gerne bin ich deshalb im Zuge meines Engagements für die Aids Stiftung einer Einladung gefolgt, zusammen mit den Schoolworkern der Berliner Aids Hilfe einen Workshop für die achte Klasse einer Berliner Oberschule
zu geben. Ein heikles und sehr wichtiges Thema muss wieder den Menschen
und vor allem den Jugendlichen bewusst gemacht werden: GEMEINSAM GEGEN AIDS.

Link:
http://www.welt-aids-tag.de/kampagne/news/index.php?sid=73ee257ffd5ed486aa67e44ead2d9613&#article17


Eure Anni

09. Oktober 20008
Eiszeit Berlin und Inzell

Jetzt geht's los, naja für mich noch nicht so ganz, aber ich bin nun endlich wieder öfters auf dem Eis zu sehen. Das Camp in Berlin verlief nicht ganz reibungslos, denn ich habe mein Knie mal wieder überfordert und musste im Training reduzieren und die meisten Einheiten auf meinem Bike absolvieren. Vielen Dank deshalb an Thomas Zoellner, der sich sofort um mich und Anton Hahn ( jaja, auch ein “Kniekollege”) kümmerte und uns bestens betreute.
Nun ist der goldene Oktober in Inzell eingezogen und ich darf wieder meine Runden auf dem Eis ziehen. Neben all den anderen europäischen Topteams macht es auch wieder Spaß und ich bin sehr zufrieden über den Status Quo. Diese Zeit des Jahres ist magisch, wenn die Wälder ihr Herbstkleid anlegen und sich in gold-roten Farbtönen zeigen. Live könnt Ihr Euch davon überzeugen auf dem kurzen Bericht des NOS http://player.nos.nl/index.php/media/play/tcmid/tcm:5-426969/

Nun heißt es wieder Taschen packen und fertig machen für die nächste Station in Erfurt, wo für mich die ersten schnellen Einheiten auf dem Plan stehen,

C U, Eure Anni


29. August 2008
Zurück im Team

Wie schön ist es wieder echten Muskelkater zu verspüren. Kein unangenehmes Zwicken im Knie, sondern gute Belastungen auf dem Rad, im Kraftraum und auch im Kurvenseil bringen mich jeden Tag ein Stück zur alten Form zurück. Zum zweiten Mal in diesem Jahr haben wir unser Camp in der Sportschule der Bundespolizei in Bad Endorf aufgeschlagen und profitieren hier von den perfekten Trainingsmöglichkeiten.

Hier treffe ich auch auf liebe Bekannte (Barbara Niedernhuber, …) und endlich kann ich wieder mit meiner Gruppe unterwegs sein und mich in dem gewohnten Sportleralltag wieder eingegliedert fühlen. Ein schweres Trainingslager mit kaum Freizeit, welches mich wieder nach vorne bringt. Nicht nur ich mache große Entwicklungen, sondern auch Anton hat nach seiner OP große Fortschritte gemacht und ist zur Freude aller wieder fit wie immer :-)

Nächste Woche geht es dann auch endlich aufs Eis in Berlin – und die Vorfreude ist riesig!

Bedankt aan het team van Fysio-Actief Sneek (Thea, Edwin, Ronnie) und einen großes Dankeschön auch an Tim und Paul für die super Physiotherapie und jedes “Bootcamp” zum Warmup!!!

Eure Anni

27. Juli 2008
In kleinen Schritten zurück ...

Wie gerne würde ich jetzt auch mit meinem Team in Berlin die Schlittschuhe schnüren und schnelle Runden über das Eis ziehen … ach ja!
Aber ich muss meine Ziele im Moment noch anders setzen und mich in Geduld üben. Die kleinen Erfolge sind zur Zeit ohne Krücken ein paar Meter vorwärts zu kommen – laufen wäre zu viel gesagt! Doch nur so geht es das Knie zu schonen und sanft wieder aufzubauen. Mit Aquajogging, Radfahren auf dem Ergometer und Isokinetik halte ich meine Ausdauer auf
gutem Niveau und versuche meinen Muskelverlust im operierten Bein in
Grenzen zu halten.

Zum Glück habe ich ein Super - Team das mich unterstützt. Ebenfalls in der Saison 2002/2003 hatte ich, nach einer Reha im Medical Park Chiemsee, mit drei Weltmeister-Titeln eine wahnsinnig erfolgreiche Saison gelaufen. Das gibt mir Zuversicht und lässt mich das Bild vom Bein kurz nach der Operation schnell vergessen.

Servus Eure Anni

4. Juni 2008
Rote Krücken statt Eiskontakt.

Eine unbedachte Bewegung, ein angeschlagenes Knie und schon war es passiert. Das ärgerlichste für eine Athletin: eine Verletzung mit längerer Genesungsphase.

Die Entscheidung zu operieren war leider unumgänglich und bei meinen erfahrenen Ärzten, die mich von klein auf betreuen, fühlte ich mich in guten Händen. Dr. Volker Smasal und Dr. Linke haben die OP durchgeführt. Schon nach einem dreitägigen Krankenhaus-Aufenthalt durfte ich wieder nach Hause und werde nun in Salzburg physiotherapeutisch betreut. Wenn meine Kollegen nun aufs Eis gehen, so übe ich mich an meinen roten Krücken und werde auch in eine mehrwöchige, stationäre Reha gehen (sozusagen als alternatives Trainingslager). Wenn alles sehr gut verläuft, dann bin ich ab Mitte August wieder mit meinem Team on the road.

Solche Rückschläge kenne ich leider schon und weiss damit umzugehen. Deshalb mache ich mir keine Sorgen, denn ich weiß um meine Professionalität und mein Durchhaltevermögen. Möglicherweise mag der Saisoneinstieg etwas verspätet sein, jedoch zu den Saisonhöhepunkten möchte ich meine Titel verteidigen und um die Medallien laufen.

Vielen Dank schon jetzt für alle lieben Genesungswünsche, Karten, Mails, SMS, Blumen, … und special thanks Dr. Smasal und Dr. Linke für die supergute medizinische Betreuung, dem OSP Bayern für die Koordination, meinen Physios Thomas, Rudi und Manfred, der Firma Streifeneder für die schicken Schienen und Krücken, meiner Familie und meinen Partner und allen meinen Freunden und meinem Team für all den Rückhalt!

Merci Anni

25. Juni 2008
Camp Höhe Kühtai

Mein Juni steht immer im Zeichen eines Höhentrainingslagers, also anstrengendes Training unter noch erschwerteren Bedingungen. Und nach vielen Jahren Livigno war es Zeit für einen Ortswechsel. Kühtai liegt optimal auf 2.020 m Höhe und bietet alles, was ein Eisschnelllaufherz
begehrt: Radstrecken nach Belieben, Fitnessräume, eine Finnenbahn, flache Laufstrecken um den Stausee und steile Hänge gibt es auch zur Genüge :-) So wurde trotz der manchmal kalten Temperaturen voller Motivation ein riesen Pensum an Training absolviert, wobei auch der Spaß nie zu kurz kam.

Der Tourismusverband Kühtai hat uns bestens untergebracht im wunderschönen und neu adaptierten Alpinresort. Und ebenso herzlich wurden wir von unseren Gastwirten des Dorfstadls und der "schönen Aussicht" Willkommen geheißen, die für unser leibliches Wohl sorgten und uns nach harten Einheiten wieder aufmunterten. Ein Paradies der
alpenländischen Küche!

Jedoch bin ich besonders glücklich mit der neuen Kooperation mit dem Tourismusverband Kühtais, welche während der Fußball EM in Innsbruck bekannt gegeben wurde, was zum einen natürlich ein super Ambiente darstellte und mein ganzes Team nun komplett vom Fußballfieber ergriffen wurde (Fanmeile und "Völkerverständigung").

Nun hat sich unsere Gruppe wieder in alle Winde zerstreut und in einer kurzen, ruhigen Phase kehrt ein wenig Alltag bei uns ein. Dennoch freu ich mich schon auf den ersten Eiskontakt in Berlin und vielleicht sogar in Thialf ;-) wenn ich das Nützliche mit dem Angenehmen verbinde!

Servus aus den Bergen, Eure Anni.

12. Mai 2008
Camp Cecina

Mit der Sonne im Rücken fällt das Training leichter und so begannen wir mit unserem ersten Camp in Cecina, Toskana. Die Basiskondition muss auch erst wieder aufgebaut werden und nach Sprüngen und Krafteinheiten plagt auch mich ein unangenehmer Muskelkater. Da war unser Hotelpool in der Freizeit der geliebte Meetingpoint zum Entspannen und Energie tanken.

Ein paar neue Gesichter, junge Talente aus den Niederlanden, haben sich uns angeschlossen und die Gruppe mit ihrem Ehrgeiz und ihrer Unverbrauchtheit aufgefrischt! Ich hoffe, dass sie sich weiter entwickeln können und im Winter für einige Überraschungen gut sein werden.

Zu den weiteren deutschen Athleten kann man leider noch nichts genaues sagen, nur dass man mit dem Verband im Dialog steht.  Ich hoffe, dass man eine gütliche und für die Athleten förderliche Entscheidung treffen wird.

Zu Hause in Salzburg ist nun auch wieder viel zu tun: Weiteres Training, Umzugsvorbereitungen meiner Mutter nach Salzburg, Fotoshootings im Glamouroutfit und auch die neue Kollektion Dextro Energy Edition by ASICS wird beworben. Hier habt Ihr die Möglichkeit Euch mit “meinem Outfit” auszustatten und gleich wie unser Team auszusehen www.dextro-energy-shop.de/Shop

Ciao, Eure Anni

22. April 2008
Der "Winterschlaf" ist vorbei, so nenne ich gerne meine Ruhepause nach der Saison , und die ersten Trainingseinheiten sind absolviert. Keine Wehmut mit den Blick auf die zurückliegenden entspannten Wochen, sondern eine Vorfreude auf die ersten Camps, neue Leute und eine neue Saison, die mich erneut anspornt. Die süße trainingsfreie Zeit habe ich überwiegend mit Ids verbracht, von Skifahren, und Boarden mit Heliskiing im schönen Kühtai in Tirol (-> Pics und movie ), chillen in Salzburg über klassischen Urlaub auf dem Bauernhof. Genug Zeit zum Erholen und auch einige Termine für meine Partner wahrzunehmen.
Los geht's nun aber offiziell in wenigen Tagen in Cecina (Toskana) mit einem Rad-Konditionscamp und auch mit mehr infos und pics auf unserem teamweblog.

Servus, Eure Anni
Nicht zu vergessen: Thanks to Kühtai, K2 und pics by Astrid Schmidhuber

17. März 2008
Doppelweltmeisterin bei der Einzelstrecken WM Nagano

Der Abschluss meiner Saison hätte nicht besser und erfolgreicher sein können und Nagano hat sich wieder mal als “gutes Pflaster³ für mit herausgestellt. Mit den Sieg über 1.500 m in Bahnrekordzeit war der perfekte Einstieg für diese Titelkämpfe gemacht. Zwei Tage Erholung und die Jagd nach dem 1.000 m Titel war eröffnet. Die lange Saison und das anspruchsvolle Eis von Nagano zeigte nun bei allen Athleten ihre Spuren. Doch ich blieb meiner Spezialdisziplin treu und siegte auch hier mit neuem Bahnrekord. Zehn Jahre nach meinem ersten WM Titel (1998 über 1.500 m in Calgary) und nach vielen erfolgreichen Wettkämpfen gelte ich nun auch als die erfolgreichste Athletin bei Einzelstreckenweltmeisterschaften ;-) sounds good to me!

Das Bankett und die Afterparty waren dementsprechend ausgelassen und ich feierte mit meinem Team in unserem Stil im Nachtleben Naganos. ;-) Der Wehrmutstropfen war der erwartete Rücktritt meines Trainingspartners Risto Rosendahl, der es an diesem Abend offiziell kund tat. Ich habe ihm viel zu verdanken und alle Camps und Wettkämpfe mit ihm genossen. Ich werde ihn sicherlich vermissen, freue mich aber für meine Schwester Agnes, die mit ihm in Tampere lebt und nun mehr Zeit mit ihm verbringen kann!!

Kittos Risto und bis bald, Eure Anni


25. Februar 2008
Weltcup-Finale Heerenveen

Was für ein wunderbarer Tag, um eine sehr erfolgreiche Weltcupsaison zu beenden. Die Vorzeichen waren leider nicht so gut. Zur Wochenmitte hatte ich mich beim Radfahren verkühlt (wohlgemerkt draussen bei Sonnenschein und 15 °C, habe aber den bösen, kalten friesischen Wind unterschätzt!) und mir eine Nieren-, bzw. Blasenentzündung eingefangen. Zum Glück konnte diese schnell behandelt werden und so war ein Start zumindest über die 1.000 m möglich. Ich habe es meiner momentanen Topform und auch dem euphorischen Fans zu verdanken, dass ich trotz Handicaps mit einem souveränen Vorsprung gewinnen konnte und auch nur knapp meinen eigenen Bahnrekord verfehlte.

Zum 7. Mal durfte ich mit einem Gesamt-Weltcupsieg über eine Einzeldistanz nach Hause gehen und das gibt mir viel Zuversicht für die anstehende Einzelstrecken-Weltmeisterschaft in Nagano. Eine anspruchsvolle und beeindruckende Bahn, auf der ich schon viele Medallien sammeln konnte. Viele schöne Erinnerungen an große Sportmomente von Ids und mir ;-)

DOEI und SERVUS in Nagano

18. Februar 2008
Sprint Weltcup Inzell

Wenn ich ein perfektes Wochenende definieren müsste, so würde es auf den Weltcup Inzell passen. Eine traumhafte Winterkulisse mit Sonnenschein pur, eine Bahn, die ich wie keine andere kenne, sehr gute Form und viele liebe Freunde!

Unter den Augen von vielen Fans konnte ich einen Doppelsieg über die 1.000 m erringen und mir so auf diesem Wege den vorzeitigen Gesamtweltcupsieg sichern ;-)  das hätte kaum besser laufen können. Vor allem die lieben Freunde und Bekannten, welche mich den ganzen Winter nur am TV verfolgen, konnten einmal wieder live dabei sein und mir viel Rückenwind geben! Nun gilt es noch zwei Wochenenden durchzuhalten und dann bei der Einzelstrecken WM in Nagano die Jagd nach Medallien und Titeln zu eröffnen.

Auch der Organisation in Inzell und allen freiwilligen Helfern sei gedankt, dass sie diesen Event perfekt geplant und mitgetragen haben (Videoleinwand, leckere Verpflegung, Shuttleservice, tolle Moderation, schnelles Eis, ...)

Vielen Dank für dieses schöne Wochenende und vielleicht war dies nun der letzte passende Schritt zur Festigung einer Eisschnelllaufhalle im traditionsreichen Inzell.

Servus, Eure ANNI


15. Februar 2008
Noch einmal schlafen und der Sprint Weltcup auf "meiner Hausbahn" gibt sich die Ehre. Ich freue mich als ein “Kind der Freiluftbahn” auf einen sehr gut besetzten Wettkampf mit fabelhaften Wetter und auch auf viele meiner Freunde und Bekannte, die mich einmal wieder live sehen wollen. Das ist sicherlich ein weiterer Ansporn für meine 1000m Rennen, wo ich versuche meinen Vorsprung in der Weltcupführung noch weiter auszubauen.

Drückt mir fest die Daumen und bis in Inzell,

Eure Anni

30. Januar 2008
Zurück zur Form,


Eine kleine Ruhepause sei mir nun gegönnt und ich geniese mit Jana (meinem Hund) das strahlende Wetter zu Hause in Salzburg. Mein 52. Weltcupsieg über die 1000m im norwegischen Hamar liegt nur einige Tage hinter mir und bedeutet mir sehr viel. Nicht nur der Bahnrekord und zugleich "Flachland" Weltrekord, sondern vielmehr die wiedererlangte Gesundheit und Stärke. Ein kurzes Wiedersehen mit meiner Schwester Agnes und vielen Freunden brachten des weiteren wieder Spaß in meinen Sportleralltag ;-)

Bis bald in Baselga di Pine, Eure Anni

25. Januar 2008
Weltcup Hamar Vorbericht

Nun bin ich schon wieder in Hamar zur nächsten Weltcup Station und "sorry" für die lange Pause ohne Berichte oder Updates.

Meine letzten Wochen waren aufregend und spannend. Eine Aufholjagd in Sachen Gesundheit und Form begann mit dem Camp in Klobenstein. Traumhaftes Wetter erleichterte mir den Wiedereinstieg ins Training und tat auch der Seele gut. Es war wichtig vorsichtig aufzubauen und nur leichte Belastungen auf dem Eis zu laufen.

Der Countdown hat begonnen und die Taschen zur Sprintweltmeisterschaft waren gepackt. Aber wo stehe ich? Über fünf Wochen keine Wettkämpfe gelaufen.

Ein ausverkauftes Thialf wartete auf uns und allen Fans sei für diese einmalige Stimmung gedankt! Gänsehaut von Anfang an! Meine 500 m waren solide, aber die Beschleunigung kam nicht. Dafür liefen die 1.000 m überraschender Weise sehr gut. Dennoch reichte es nicht zur Titelverteidigung, aber ich kann mir nichts vorwerfen. Das ganze Wochenende war höchst spannend, begonnen mit dem Verlust von Beixing Wangs Schlittschuhen, Stürzen von Medaillenkandidaten, Ausfall von Favoriten und Wimpernschlagfinalen. Sport ist eben unberechenbar und spannend!

Jetzt in Norwegen angelangt muss ich mit meinen Kräften noch immer haushalten und auch die Saison ist noch lang. Somit begründet sich auch mein Verzicht auf die 1.500 m. Das ist mir sicher nicht leicht gefallen, aber in Absprache mit Gianni zählt nichts zu forcieren, sondern erst wieder richtig fit werden. ;-)

Alles Liebe, Eure Anni

02. Jänner 2008
Kein Start bei der Sprint-DM in Inzell


Tja, ein guter Start ins neue Jahr sieht definitiv anders aus. Eine kleine Infektion am Oberschenkel, durch einen Stich hervorgerufen, hat sich rasend schnell vergrößert und um nun das Schlimmste zu verhindern wird eine Antibiotika Kur eingeleitet   :-(  
Somit keine Deutschen Meisterschaften in Inzell, obwohl ich mich in ausgezeichneter Form befinde..... Ich kann nun nur hoffen, dass die Medikamente schnell ansprechen und meine Vorbereitung auf die Sprint WM nicht nachhaltig gestört werden.

Vielen Dank an Dr. Sichtermann und Dr. Zeilberger für die schneller Hilfe,

Eure Anni

21. Dezember 2007
Doppelerfolg beim Weltcup in Erfurt

Gerade sitze ich auf unserer Terrasse und sehe über das Meer hinaus. Es ist 24 °C warm, die Sonne scheint und ich fühle Entspannung und Zufriedenheit. Ich befinde mich auf Lanzarote, einer schier anderen Welt. Weit weg von Eishallen, Schlittschuhen und engen Rennanzügen.

Es geht mir gut und ich kann äußerst glücklich auf den ersten Saisonblock zurückblicken, zuletzt mit einem Doppelerfolg in Erfurt und den Weltcupsiegen Nummer 50 und 51. Das gibt mir Zuversicht für meine Titelverteidigung im Sprint, jedoch sind sicherlich noch große technische Reserven im Start aufzuarbeiten. Meine Rundenzeiten sind mitunter die schnellsten der Welt, aber bis ich in Schwung komme, dauert es zu lange! Mein Herz ist doch noch unübersehbar eine Allrounderin ;-)

Nun aber schnell wieder umziehen, auf das Rennrad steigen und das angenehme Klima der Kanaren genießen. Niemand ruht lange und das Ende des ersten
Blocks läutet den Beginn des Folgenden ein.

Bald mehr aus Lanzarote, Eure Anni

12. Dezember 2007
Weltcups in Heerenveen und Kolomna

Mit einem Doppelsieg in Thialf und dem Weltcupsieg über 1.500 m in Kolomna kann ich sehr zufrieden und glücklich auf die vergangenen zwei Wochen zurückblicken. Zwei spannende und beeindruckende Stationen, wie sie doch verschiedener nicht sein konnten.

Der spontane Umzug vom Weltcuport Moskau nach Kolomna mit seiner neuen Eisbahn war keineswegs ein Nachteil. Die Bahn und die ganze ultraneue Sportanlage überzeugten durch perfekte Organisation und einem sehr schnellen Eis. Und man darf auch die Stimmung der Zuschauer in der Halle nicht vergessen, wo ich mich doch irgendwie durch meine polnischen Wurzeln sehr, sehr wohl gefühlt habe. Zwar war die Anreise beschwerlich und lange, aber mit einem Weltcupsieg und einem neuen Bahnrekord im Gepäck reist es sich leichter ;-)

Der dreitägige Weltcup in Heerenveen war dann die nächste Herausforderung. Meine Platzierung über 500 m war mit dem 5. Platz sehr gut, aber ich darf auf meine Sprintkonkurrentinnen nicht zu viel an Boden verlieren und muß noch an Details beim Start feilen. Samstag und Sonntag verlief wiederum überragend gut und ich durfte vor 12.000 Zuschauern gleich zweimal auf das Siegerpodest klettern ;-). Ein neuer Bahnrekord über die 1.000 m und meine Weltcuperfolge nun mit der stolzen Zahl von ³49² geben mir ein gutes Gefühl und viel Vorfreude auf die letzte Station des 1. Weltcupblock in Erfurt.


Bedankt aan het publiek van THIALF

23. November
Erste Weltcups in Nordamerika
Ja, ich bin wieder zu Hause angekommen und meine aktuellen, nicht charmanten Begleiter nennen sich JETLAG und WÄSCHEBERG!
Aber diese Phase machen im Moment fast alle Athleten durch :-) Ich genieße nun ein paar Tage Entspannung zu Hause in Salzburg, die gute Luft der Freiluftbahn von Inzell und auch die schon vorweihnachtliche Atmosphäre mit Schnee und Kälte.
Calgary ist für mich immer sehr speziell, denn hier habe ich nicht nur meinen ersten WM Titel errungen ( bei den Junioren 1996 und bei den Senioren über 1500m mit Weltrekord 1998 ), sondern auch viele Freunde. Meine freie Zeit verbrachte ich meist in der Gesellschaft von Tonny Knoll mit ihrer Familie und muss sagen, dass sie mir sehr viel Energie gegeben haben.

Gesund und mit viel Selbstvertrauen kann ich nun in die Europäischen Weltcups einsteigen, denn mit dem Calgary Wochenende und zwei weiteren Deutschen Rekorden über 1500m und 1000m und zwei Weltcupsiegen steigt die Formkurve sichtlich an. Innerhalb von einer Stunde ging es für mich dann am Finaltag zum zweiten Start, dem Teampursuit. Vor allem dieser Wettbewerb mit Daniela und Claudia war schon sehr bewegend, denn ohne Training konnten wir in einem absolut harmonischen Lauf beinah unseren eigenen Weltrekord verbessern!

Was Frauen im "Herbst Ihrer Karriere" noch so alles leisten können.... Fortsetzung folgt!


C U und DOEI in Thialf und Moskau (oder Kolomna?), Eure Anni


16. November 2007
Weltcup Salt Lake City

Die große Unsicherheit kann der Gelassenheit weichen und ich darf sehr zufrieden auf das vergangene Wochenende von Salt Lake City zurückblicken. Zwei Starts mit jeweils zweiten Plätzen und einem neuen Deutschen Rekord waren ein gelungener Saisonauftakt.

Leider musste ich dort noch auf die 1500m verzichten, um keine gesundheitlichen Risiken einzugehen. Hier in Calgary fühle ich mich schon viel besser und gehe deshalb auch über die 500m an den Start, um vor allem noch an meiner "Sprintfähigkeit" zu arbeiten. Die Runden kommen schnell und technisch bin ich sehr zufrieden, aber vor allem die Startphase ist noch ungeübt und steif. Übrigens teile ich und meine Teamkolleginnen nicht die Meinung einiger deutschen Journalisten, dass wir unserem Alter Tribut zollen mussten.
Die Sieger in den verschiedenen Rennen waren keine Teenager, sondern routinierte Athleten mit einem Alter oft über 30 Jahre ( Jeremy Wotherspoon, Erben Wennemars, Chiara Simionato,...). Die Saison ist noch jung und die großen Titelkämpfe finden erst im neuen Jahr statt, so dass ein gleichmäßiger Formaufbau eher erwünscht ist, als eine Frühform?! Ich freue mich jedenfalls auf die folgenden Events, viele spannende Rennen, möglichen Rekorden und auch die Freude und Zufriedenheit über vierte oder zweite Plätze unsererseits, die vielleicht in anderen Sportarten eher hochgejubelt und geschätzt werden als im Eisschnelllaufen.

Drückt mir die Daumen,
Eure Anni

Für Live Ergebnisse klickt durch auf: www.isuresults.eu/2007-2008/worldcup/calgary

09. November 2007
Weltcupauftakt Salt Lake City
Nun geht es endlich los und ich freue mich riesig auf diesen Weltcupauftakt.
Nach der auskurierten Erkältung ist es kein unsicheres, aber doch ein spannendes Gefühl in die richtige neue Saison zu starten. Normalerweise
habe ich zu diesem Zeitpunkt schon etwa zehn Starts in Testrennen hinter
mir und einen Indikator der Form. Aber man kann nicht alles planen und die Gesundheit geht oft ihre eigenen Wege.
Jedenfalls waren die letzten Tage wunderbar und ich habe auch die Zeit mit meinem Team und meinem Bruder Jan genossen. Den Jetlag überwunden und sich an das superschnelle Eis von Salt Lake City gewöhnt. Mal sehen, ob jeder von uns seine Erwartungen erfüllen kann,

Liebe Grüße aus SLC, Eure Anni

30. Oktober 2007
Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Kein gutes Timing zum offiziellen Saisonauftakt in Erfurt. Leider ging ich nur einmal über die 500 m mit einem soliden und schönen, aber noch nicht unbedingt schnellen Lauf an den Start. Leichte Halsschmerzen entwickelten sich zu einer Erkältung :-( und somit war mein Wochenende gelaufen. Die folgenden Tage musste ich auf die weiteren Distanzen verzichten, was für einen Athleten eines der unangenehmsten Dinge ist, wenn er bei Events nur zusehen kann. Auch Agnes hatte ein schwarzes Wochenende, wo gar nichts lief. Deshalb war Anton¹s Titel über die 500 m und Jan¹s dritter Platz über die 1.000 m ein schönes Trostpflaster, womit sich beide auch die Tickets zu den Weltcups in Nordamerika sicherten. Ich hoffe, bis in knapp zwei Wochen wieder fit zu sein und werde Euch auf dem Laufenden halten.

Eure Anni



15. Oktober 2007
Goldener Oktober

Langsam wird es ernst: Noch ein paar harte Trainingstage sind durchzustehen, bevor mein Körper sich erholen kann und die Müdigkeit der vergangenen Wochen einer Form weichen wird, oder soll oder muss?! HAHA

Ich fühle mich jedenfalls wohl in meiner Haut und auch der erste Testwettkampf war gut. Zwar war von meiner Sprintfähigkeit wenig zu sehen, aber die 1.500 m liefen sehr gleichmäßig und in perfekter Technik. Meine Schwester Agnes ist leider am Knie verletzt und muss pausieren, dafür sind aber meine Jungs super schnell unterwegs und liefen schon feine Zeiten. Ein paar Pflichttermine für unser Team stehen noch an, bevor Risto als erster in die Qualifikationsrennen muss. Gesund bleiben und dann kann nichts schief gehen.

Alles Liebe,
Eure Anni

 



 


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